Der als hochgefährlich eingestufte 44-Jährige bleibt nach seinem alkoholisierten Unfall, bei dem er in einen Polizeiwagen krachte, im Gefängnis in Durrës – Gazeta Express
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Nachrichten

Gazeta-Express

20/05/2026 16:29

Da er als äußerst gefährlich eingestuft wird, verbleibt der 44-Jährige, der unter Alkoholeinfluss einen Polizeiwagen gerammt hatte, im Gefängnis in Durrës.

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20/05/2026 16:29

Neue Details sind aus den Ermittlungsakten gegen den 44-jährigen Rezart Abazaj hervorgegangen, der während einer heiklen Verfolgungsjagd im Stadtteil 17 von Durrës das Leben von Polizisten gefährdete.

Das Gericht ordnete aufgrund der hohen Gefährlichkeit des Mannes und seines aggressiven Verhaltens gegenüber den Polizisten die Sicherheitsmaßnahme „Haftarrest“ an. Der Vorfall ereignete sich am Abend des 16. Mai, nur wenige Tage nach dem tragischen Unfall, bei dem zwei Kinder in derselben Gegend ums Leben kamen, berichtet Top-Channel-Korrespondent Vali Qyrfyçi.

Aus diesem Grund hatte die Verkehrspolizei die Kontrollen von Fahrern unter Alkoholeinfluss verstärkt. Laut Aussage des Leiters der Verkehrspolizei, Fachkraft FH, beobachteten Beamte gegen 19:45 Uhr einen Ford Focus ohne Kennzeichen, der in den Gassen des Viertels schnell und in Schlangenlinien fuhr.

Trotz des Anhaltezeichens der Polizei beschleunigte der Fahrer und bog in die Nebenstraßen des Viertels ein, woraufhin die Streife die Verfolgung aufnahm. Nach wenigen Minuten hielt das Fahrzeug kurz in der Nikolan-Xhoja-Straße an.

Als der Polizeikommandant den Fahrer aufforderte, den Motor abzustellen, gab der 44-Jährige Gas, riss den Beamten mit und verletzte ihn an der Hand. Die Situation eskalierte weiter. Sobald der Polizist zu seinem Fahrzeug zurückkehrte, beschleunigte der Fahrer des Ford rückwärts und krachte mit voller Wucht in den Polizeiwagen, wodurch erheblicher Sachschaden entstand und die Airbags auslösten.

Gegen 19:45 Uhr näherte sich ihnen ein grauer Ford Focus ohne Kennzeichen, der in Schlangenlinien und mit hoher Geschwindigkeit fuhr. Nachdem er näher gekommen war, gaben sie ihm mit einem Schild ein Stoppsignal. Das Fahrzeug hielt jedoch nicht an, sondern beschleunigte und raste durch die Gassen der L. 17/1 davon. Daraufhin nahmen Verkehrspolizisten mit einem Streifenwagen mit Kennzeichen die Verfolgung auf. Nach wenigen Minuten Verfolgungsjagd gaben sie dem Ford in der Nikolan-Xhoja-Straße mit eingeschaltetem Martinshorn ein Stoppsignal. Der Wagen hielt kurz an, während ein Polizist der Verkehrspolizei ausstieg, um von der Beifahrerseite aus mit dem Fahrer zu sprechen und ihn aufzufordern, den Motor abzustellen und das Fahrzeug zu sichern.

Der Fahrer hörte ihn nicht und gab Zeichen, dass er wegfahren wollte. In diesem Moment öffnete der Polizist die Beifahrertür, doch der Fahrer beschleunigte, riss den Polizisten mit und verletzte dessen rechte Hand. Durch die Wucht des Aufpralls riss er seine Hand zurück, und der Fahrer, ein Bürger namens Rezart Abazaj, fuhr noch einige Meter geradeaus weiter. In diesem Moment funkte der Einsatzleiter Verstärkung an die Leitstelle. Gerade als er in den Streifenwagen einsteigen wollte, fuhr der Fahrer des Ford, ebenfalls ein Bürger namens Rezart, mit Vollgas rückwärts und rammte den Streifenwagen mit voller Wucht. Der Unfall verursachte erhebliche Schäden, bis die Airbags auslösten. Das abgerissene Plastikteil des Stoßfängers traf das rechte Bein des Polizisten und verletzte ihn. Unter diesen Umständen konnten die Polizisten den Fahrer überwältigen“, heißt es in den der Staatsanwaltschaft vorgelegten Unterlagen.

Den Ermittlungen zufolge leistete der 44-Jährige heftigen Widerstand gegen seine Festnahme, versuchte zu fliehen und stieß während des Einsatzes Polizisten weg. In der Nähe der Straße spielten zudem viele Kinder, was die Situation laut Ermittlern noch gefährlicher machte. Ein Alkoholtest ergab, dass Rezart Abazaj das Fahrzeug mit 1.4 mg/l Alkohol im Blut führte; eine zweite Messung ergab 1.35 mg/l. Überprüfungen ergaben außerdem, dass er keinen Führerschein besaß. Es handelt sich um einen Wiederholungsfall, da er bereits am 5. März wegen Trunkenheit am Steuer festgenommen worden war.

Staatsanwältin Kurti argumentierte vor Gericht, dass die Maßnahme der Untersuchungshaft aufgrund der Gefährlichkeit des Täters, des hohen Alkoholpegels, der Wiederholungstat und der Gewalt gegen Polizeibeamte notwendig gewesen sei. Laut Anklage wären mildere Sicherheitsmaßnahmen unzureichend, um das Wiederauftreten ähnlicher Vorfälle zu verhindern. /TCh/

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