Die kosovarische Diaspora wird als erste ihren Willen für die Wahlen am 7. Juni kundtun.
Bei den vorgezogenen Wahlen können Wähler im Ausland, die sich für die Briefwahl entschieden haben, diesen Vorgang vom 25. Mai bis zum 6. Juni abschließen.
Wer teilnehmen möchte, hat unterdessen nur noch diesen Sonntag bis Mitternacht Zeit, sich anzumelden.
Laut Angaben der Zentralen Wahlkommission gingen bis Sonntag, 10:00 Uhr, über 117,000 Registrierungsanträge über die elektronische Plattform ein, von denen über 99,000 genehmigt, weitere 7,621 abgelehnt und über 10,000 noch geprüft werden.
„Von 99,498 genehmigten Anträgen haben sich 22,955 Kosovo-Bürger für die persönliche Stimmabgabe in diplomatischen Vertretungen registriert, 2,590 haben sich registriert, um ein Wahlpaket an einen Briefkasten der Zentralen Wahlkommission im Kosovo zu senden, und 73,953 haben sich registriert, um ein Wahlpaket an einen Briefkasten außerhalb des Kosovo zu senden.“
Diese Zahl zeugt von einem höheren Interesse im Vergleich zu den vorgezogenen Wahlen am 28. Dezember 2025; bisher haben sich über 22 mehr Wähler registriert als beim letzten Mal.
Deutschland führt mit der größten Anzahl registrierter Wähler, über 49, während die Schweiz über 23 registrierte Wähler hat.
„Die Länder mit der größten Anzahl registrierter Wähler sind: Deutschland (49,102), Schweiz (23,456), Frankreich (4,193), Schweden (3,750), Österreich (3,165), Vereinigtes Königreich (2,370), Italien (2,206), USA (2,070), Belgien (2,024), Slowenien (1,400), Norwegen (1,154) und Finnland (1,010).“
Das gestiegene Interesse der Diaspora, diesmal aus dem Ausland zu wählen, rührt laut der ehemaligen CEC-Vorsitzenden Valdete Daka daher, dass sich die Auswanderer beim letzten Mal bereits im Kosovo befanden.
„Bereits im Dezember letzten Jahres war die Diaspora hier. Sie mussten sich nicht registrieren, da sie persönlich wählten und außerhalb des Kosovo kein Wahlrecht hatten. Die nun so hohe Zahl erklärt sich dadurch, dass die Diaspora per Briefwahl und nicht persönlich abstimmte“, erklärte Daka gegenüber RTV Dukagjini.
Laut Daka ist die kurze Frist für die Organisation der Wahlen nicht ausreichend, damit die Zentrale Wahlkommission die Probleme beseitigen kann, die bei den Wahlen im Dezember 2025 im Zusammenhang mit der Stimmabgabe aus dem Ausland aufgetreten sind.
„Es wurden zahlreiche Hindernisse entdeckt, ebenso wie Zweifel an der Art und Weise, wie die Stimmen transportiert wurden, insbesondere aus der Diaspora oder von den Botschaften. Dies hat das Vertrauen der Öffentlichkeit und der öffentlichen Meinung in die Ordnungsmäßigkeit des gesamten Prozesses beeinträchtigt.“
Die Abstimmung in den diplomatischen Vertretungen wird am 6. Juni 2026 stattfinden, einen Tag vor der Öffnung der Wahllokale im Kosovo.