Einer neuen Studie über den Einfluss des biologischen Rhythmus auf die Herzgesundheit zufolge kann der Zeitpunkt des Trainings genauso wichtig sein wie die körperliche Aktivität selbst.
Es ist seit Langem bekannt, dass Bewegung das Risiko für Herzkrankheiten, Schlaganfall und Diabetes senkt. Forscher der Universität Edinburgh weisen jedoch darauf hin, dass die positiven Effekte verstärkt werden, wenn die körperliche Aktivität mit der „inneren Uhr“ des Körpers übereinstimmt.
Was hat die Studie ergeben?
Die in Open Heart veröffentlichte Studie analysierte 150 Personen im Alter von 40 bis 60 Jahren, die Risikofaktoren wie hohen Cholesterinspiegel oder Fettleibigkeit aufwiesen.
Die Teilnehmer wurden in folgende Gruppen eingeteilt:
„Morgentypen“ (die sich früh am Morgen aktiver fühlen)
„Abendtypen“ (abends energiegeladener)
Sie trainierten zwölf Wochen lang, fünfmal pro Woche, mit moderaten Aktivitäten wie zügigem Gehen. Einige trainierten zu Zeiten, die ihrem Biorhythmus entsprachen, andere nicht.
Wichtigste Ergebnisse
Alle profitierten von der Bewegung, aber diejenigen, die zu einem für ihren Körper passenden Zeitpunkt trainierten, erzielten größere Verbesserungen in folgenden Bereichen:
Blutdruck
aerobe Kapazität
Schlafqualität
Stoffwechselindikatoren
Beispielsweise sank der systolische Blutdruck (der Blutdruck während des Herzschlags) im Durchschnitt:
10.8 mmHg bei denjenigen, die zur richtigen Zeit Sport trieben.
nur 5.5 mmHg bei denjenigen, die diesen Rhythmus nicht einhielten.
Bei Menschen mit Bluthochdruck war der Effekt sogar noch stärker.
Warum passiert das?
Wissenschaftler glauben, dass Bewegung zum richtigen Zeitpunkt dazu beiträgt, biologische Prozesse im Körper zu synchronisieren, den Stoffwechsel zu verbessern und Entzündungen zu reduzieren.
Was bedeutet das in der Praxis?
Wer ein Morgenmensch ist, sollte früh trainieren.
Wenn Sie ein „Nachteule“ sind, könnten abendliche Aktivitäten effektiver sein.
Experten weisen jedoch darauf hin, dass diese Ergebnisse mit Vorsicht zu interpretieren sind, da die Studie begrenzt war und nicht alle Bevölkerungsgruppen umfasste.
Sportliche Betätigung ist nach wie vor unerlässlich für die Gesundheit, doch die Anpassung an den natürlichen Rhythmus des Körpers kann zusätzliche Vorteile bringen.
Letztendlich ist der beste Zeitpunkt zum Trainieren derjenige, der am besten zu Ihrem Körper und Ihrer Routine passt – und den Sie dauerhaft einhalten können. /GazetaExpress/