Spannungen in der Eurovision 2025-Arena im schweizerischen Basel, wo während der Proben für das zweite Halbfinale der Auftritt des israelischen Vertreters Yuval Raphael nach dem Eingreifen pro-palästinensischer Demonstranten unterbrochen wurde.
Der Vorfall ereignete sich am Nachmittag des 15. Mai, als während der offiziellen Probe mehrere Personen mit palästinensischen Flaggen und Trillerpfeifen die Arena betraten. Laut einer Erklärung des öffentlich-rechtlichen Schweizer Rundfunks SRG SSR störten „sechs Personen, darunter eine Familie, die Probe durch Proteste. Das Sicherheitspersonal griff sofort ein und verwies sie aus dem Saal.“
Die Organisatoren dankten den Teilnehmern und Mitarbeitern für ihr Verständnis und bekräftigten ihr Engagement für eine sichere, neutrale und integrative Umgebung, in der jeder respektiert wird.
Über die Teilnahme Israels in diesem Jahr wurde wegen des Krieges im Gazastreifen diskutiert und es kam zu Forderungen nach einem Ausschluss. Yuval Raphael, die israelische Vertreterin, ist eine Überlebende des Hamas-Anschlags vom 7. Oktober 2023, bei dem rund 1.200 Menschen ums Leben kamen – eine Tatsache, die weitere Diskussionen über ihre Teilnahme auslöste.
Die Sicherheitsmaßnahmen für die diesjährige Ausgabe wurden erheblich verstärkt; über 1.300 Polizisten, Militär- und Cybersicherheitsexperten stehen bereit. Außerdem wurden neue Regeln für die auf der Bühne und im „Green Room“ erlaubten Flaggen festgelegt: Dort ist nur die Nationalflagge erlaubt. Dies verbietet effektiv die Flagge der LGBTQ+-Community, jedoch nicht in öffentlichen Bereichen der Arena. Obwohl die palästinensische Flagge zunächst verboten war, wird sie laut Quellen des dänischen Senders DR in der Arena erlaubt sein, was der ohnehin schon angespannten Atmosphäre des Eurovision Song Contest 2025 ein weiteres heikles Element hinzufügt.