Die Regierungen der Europäischen Union erwägen die Möglichkeit, dass der ehemalige Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, oder die ehemalige deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel die EU bei möglichen Verhandlungen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über den Krieg in der Ukraine vertreten.
Laut einem Bericht der Financial Times werden die EU-Außenminister das Thema voraussichtlich nächste Woche in Zypern erörtern.
Die Gespräche haben sich intensiviert, nachdem die USA und die Ukraine ihre Unterstützung für eine aktivere Rolle Europas im Dialog mit Moskau zum Ausdruck gebracht haben. Die Regierung von Präsident Donald Trump soll parallele Kontakte Europas zum Kreml nicht ablehnen.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Europa aufgefordert, sich im Verhandlungsprozess „stark zu engagieren und präsent zu sein“. Diplomatenkreisen zufolge würde Kiew es bevorzugen, wenn eine Persönlichkeit wie Draghi oder ein amtierender europäischer Staatschef die Gespräche leiten würde.
Unter den genannten Namen befinden sich der finnische Präsident Alexander Stubb und Ex-Präsident Sauli Niinistö. Einige EU-Länder bleiben jedoch skeptisch, was die Erfolgsaussichten einer solchen Initiative und Putins tatsächliche Verhandlungsbereitschaft angeht.