Der proeuropäische Mitte-Rechts-Politiker Peter Magyar wurde als ungarischer Ministerpräsident vereidigt und beendete damit offiziell die 16-jährige Herrschaft von Viktor Orban.
Die Einweihungszeremonie fand am Samstag im ungarischen Parlament statt, während sich draußen vor dem Gebäude Hunderte von Bürgern versammelten, um die Sitzung auf Großbildleinwänden zu verfolgen.
In seiner Rede rief Magyar die Bürger dazu auf, „gemeinsam ungarische Geschichte zu schreiben“ und beschrieb den politischen Übergang als „Durchschreiten des Tores des Regimewechsels“.
Seine Oppositionspartei Tisza gewann die Parlamentswahlen im vergangenen Monat mit überwältigender Mehrheit und sicherte sich 141 der 199 Sitze im Parlament, was ihr eine Zweidrittelmehrheit verleiht.
Magyar hat versprochen, die Korruption zu bekämpfen, die seiner Aussage nach in den letzten Jahren der Wirtschaft und den Chancen der ungarischen Bürger geschadet hat.
Eine der obersten Prioritäten der neuen Regierung dürfte die Freigabe von rund 17 Milliarden Euro an EU-Geldern sein, die während der Amtszeit von Orban aufgrund von Bedenken hinsichtlich Rechtsstaatlichkeit und Korruption eingefroren wurden.
Der neue Ministerpräsident hat außerdem versprochen, die Beziehungen zu den europäischen Partnern zu verbessern und Ungarns Ruf in den westlichen Demokratien wiederherzustellen.