An diesem Wochenende wird Joan Laporta die Präsidentschaft des FC Barcelona offiziell vor den Wahlen im nächsten Monat übergeben.
Er hofft, bald wieder seinen Dienst aufnehmen zu können, gab aber vor seinem Abschied noch ein letztes Interview den offiziellen Medien des Vereins.
Zu der für Kontroversen gesorgten Entscheidung, die Wahlen am selben Tag wie das geplante La-Liga-Spiel gegen Sevilla abzuhalten, sagte Laporta:
„Wir haben den Termin mit Deco und Flick festgelegt. Wir haben La Liga außerdem mitgeteilt, dass wir das Spiel gegen Sevilla am 15. März austragen möchten. Das einzige Problem wäre das Champions-League-Spiel, denn sollte es auf den 18. März verlegt werden, würden wir den sportlichen Interessen Vorrang einräumen. Ich bin sicher, die Mitglieder würden das verstehen, denn sie wollen, dass die Mannschaft gewinnt. In jedem Fall wird es neben dem Camp Nou weitere Wahllokale geben, um die Wahlbeteiligung zu erhöhen.“
Laporta zeigte sich zuversichtlich, von den Mitgliedern Barcelonas wiedergewählt zu werden, und sprach über sein Projekt für den Fall seiner Rückkehr ins Amt:
„Ich gehe mit viel Energie und dem Wunsch an die Sache heran, unser Projekt zu erläutern. Wir wollen alles, was wir begonnen haben, auch zu Ende bringen. Es ist aufregend. Es wurde viel getan, um die Begeisterung für Barça wiederzubeleben. Wir sind der einzige Mehrsportverein mit 48 Europapokalsiegen. Dank unserer Entscheidungen erleben wir gerade eine großartige Zeit.“
Wir mussten die Schulden refinanzieren und Einnahmen durch Fremdkapital generieren. Wir befinden uns nun in der Phase der wirtschaftlichen Erholung, was sich darin zeigt, dass wir zwei Jahre in Folge ordentliche Gewinne erzielt haben, die es nun zu konsolidieren gilt. Der Umzug vom provisorischen Stadion nach Montjuïc war eine weitere große Herausforderung, die wir gemeistert haben, ohne dabei einige rote Linien zu überschreiten: das Eigentümermodell und die mangelnde Qualität der Mannschaften. Ich möchte betonen, dass der schwierigste Teil nun vorbei ist.
Am Wochenende gab der FC Barcelona seinen Rückzug aus dem europäischen Super League-Projekt bekannt. Laporta bestätigte, dass die Entscheidung unter anderem auf die angespannten Beziehungen zum Rivalen Real Madrid zurückzuführen sei.
„Es war ein Projekt, das nicht umsetzbar war. Es waren nur Ausgaben ohne Nutzen. Wir fühlten uns bei Real Madrid nicht wohl, weil das Verhältnis zu ihnen nicht gut ist.“/GazetaExpress/