Die britische Musikindustrie erlebt dank des weltweiten Erfolgs einiger der größten Stars der Szene einen wirtschaftlichen Boom, wobei Dua Lipa, Taylor Swift und Charli XCX im Zentrum dieser goldenen Welle stehen.
Laut einem neuen Bericht der Organisation UK Music wird die Musik allein bis 2024 9.04 Milliarden Euro zur britischen Wirtschaft beitragen und 4 neue Arbeitsplätze im Kreativsektor schaffen.
Dua Lipa an der Spitze der musikalischen Welle
Die aus dem Kosovo stammende Sängerin Dua Lipa war die treibende Kraft hinter diesem Erfolg. Ihr drittes Album „Radical Optimism“ dominierte nicht nur die internationalen Musikcharts, sondern steigerte durch ihre Welttournee auch die Musikexporte erheblich.
Allein in Großbritannien brachten ihre Konzerte der Veranstaltungs-, Tourismus- und Gastgewerbebranche Millionen Pfund Gewinn ein.
Taylor Swift, ein globales Wirtschaftsphänomen
Ein weiterer Motor dieses Erfolgs war Taylor Swifts vielbeachtete „Eras Tour“, die mehr als 1.2 Millionen Fans zu 15 Konzerten in Edinburgh, Liverpool, Cardiff und London lockte.
Diese gigantische Tournee hatte nicht nur Auswirkungen auf die Musikwirtschaft, sondern auch auf die der Gastgeberstädte – die Nachfrage nach Hotels, Transportmitteln und lokalen Dienstleistungen stieg deutlich an.
Charli XCX, experimentelle Kunst, die Gewinne abwirft
Die britische Sängerin Charli XCX trug mit ihrem Album „Brat“, das im vergangenen Jahr zu einem kulturellen und sozialen Phänomen wurde, maßgeblich zu den Einnahmen der Branche bei.
Allein durch Streaming, Downloads und physische Verkäufe generierte die britische Musik rund 1.7 Milliarden Euro und festigte damit ihre Position als einer der profitabelsten Exportartikel des Landes.
Eine Branche, die Arbeitsplätze schafft und neue Möglichkeiten bietet
Dank dieses goldenen Moments hat die Zahl der hauptberuflich in der Musikbranche beschäftigten Fachkräfte – darunter Musiker, Komponisten, Songwriter, Produzenten und Toningenieure – 220 erreicht.
Das macht die Musikindustrie zu einem der nachhaltigsten Motoren der britischen Kreativwirtschaft.
Die nächste Herausforderung: Künstliche Intelligenz
Doch Erfolg bringt auch neue Herausforderungen mit sich. Tom Kiehl, CEO von UK Music, warnte vor den Auswirkungen, die künstliche Intelligenz (KI) auf die Zukunft der musikalischen Kreativität haben könnte.
„Es ist erfreulich, dass die Regierung die Musikbranche als Wachstumssektor anerkennt, aber sie sollte an ihren Fortschritten bei der Regulierung des Einsatzes künstlicher Intelligenz und der Erleichterung von Tourneen in der EU gemessen werden. Derzeit ist der Status quo in beiden Bereichen den Interessen der Musikbranche zuwiderlaufend“, sagte Kiehl.
Anfang des Jahres schlossen sich die Musiklegende Sir Elton John und der Produzent Simon Cowell Forderungen nach einer Überprüfung der Urheberrechtsbestimmungen an, um die Ausbeutung britischer Kreativer durch Technologieunternehmen zu stoppen, die KI zur Erstellung von Inhalten ohne Genehmigung einsetzen. /GazetaExpress/