Hansi Flick soll in den Transfermarkt des FC Barcelona eingegriffen und einen 70-Millionen-Euro-Transfer des Inter-Verteidigers Alessandro Bastoni verhindert haben.
Der deutsche Trainer äußerte taktische Bedenken hinsichtlich Bastonis mangelndem Tempo im Rückspiel und befürchtete, dass ein Duo mit dem jungen Talent Pau Cubarsí die Abwehr des FC Barcelona anfällig für Konterangriffe machen würde.

Obwohl Bastoni schon lange als vorrangige Verstärkung gilt, hat Flick starke technische Zweifel geäußert.
Er stellt nicht die Qualität des Italieners in Frage, sondern seine Anpassung an ein aggressives System mit einer hochstehenden Abwehrlinie, das Verteidiger erfordert, die große Räume abdecken.
Laut Matteo Morettos Berichten liegt der Kern des Problems in Flicks Beharren auf einer sehr offensiven Defensivlinie.
In diesem System müssen Quarterbacks eine hohe Erholungsgeschwindigkeit und die Fähigkeit besitzen, in Umschaltsituationen schnell zu reagieren.
Bastoni gilt zwar als einer der besten Verteidiger Europas in Bezug auf das Ballspiel, seine mangelnde Sprintgeschwindigkeit wird jedoch als strukturelles Risiko angesehen.
Der Aufstieg von Pau Cubarsí zu einem Schlüsselelement in Barcelonas Zukunft hat das Profil, das von seinem Abwehrpartner erwartet wird, verändert.
Cubarsí zeichnet sich durch gutes Stellungsspiel, Spielverständnis und Passspiel aus, ist aber kein Spieler mit hoher Geschwindigkeit.
Flick ist der Ansicht, dass er, um sein Potenzial voll auszuschöpfen, einen körperlich stärkeren und schnelleren Partner an seiner Seite braucht, der bei Kontern die Räume hinter ihm abdecken kann.
Ein Duo aus Cubarsí und Bastoni, also zwei Verteidiger, denen es an explosiver Schnelligkeit beim Rebound mangelt, ist ein Szenario, das Flick um jeden Preis vermeiden will.
Er versucht, taktische Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen, bei denen die Verteidigung durch mangelnde Ausgewogenheit angreifbar war.
Diese neue Haltung bringt Sportdirektor Deco in eine schwierige Lage, da er lange und hart für diesen Transfer gearbeitet hatte.
Allerdings soll utFlicks Wort bei den technischen Entscheidungen des Vereins das größte Gewicht haben.
Barcelona richtet sein Scouting nun auf Innenverteidiger mit einem Profil, das besser zu seinem System passt, mit dem Ziel einer ausgewogeneren Abwehr, die besser für hohes Pressing geeignet ist.
Die Entscheidung spiegelt einen umfassenderen Wandel in der Rekrutierungsstrategie des Vereins wider, wobei jeder Transfer einen strengen „Eignungstest“ mit Flicks Spielstil bestehen muss./GazetaExpress/