Wenige Tage nach Beginn des Konflikts mit dem Iran haben US-Geheimdienste Anzeichen dafür festgestellt, dass sich der Krieg geopolitisch ausweiten könnte, da Russland und China Berichten zufolge versucht haben, Teheran zu stärken, um die militärischen Operationen der USA und Israels einzuschränken.
Analysten der Defense Intelligence Agency (DIA), dem militärischen Nachrichtendienst des Pentagons, schätzten laut CBS, dass Peking die Lieferung fortschrittlicher Radarsysteme an den Iran erwäge. Russland hat dem Iran bereits Daten über US-Militärpositionen im Nahen Osten zur Verfügung gestellt.
Der Transfer von Geheimdienstinformationen von Moskau nach Teheran war bereits von CBS gemeldet worden, doch Chinas mutmaßliche Absicht, Iran von Beginn des Konflikts an und möglicherweise auch im Laufe der Zeit zu unterstützen, deutet auf eine breitere, wenn auch inoffizielle, Konvergenz von Kräften hin, die den Einfluss der USA in der Region begrenzen wollen.
US-Beamte haben erklärt, China erwäge die Lieferung von X-Band-Radarsystemen, die Irans Fähigkeit zur Erkennung und Verfolgung von Bedrohungen wie niedrig fliegenden Drohnen und Marschflugkörpern erheblich verbessern und Luftverteidigungssysteme vor fortgeschrittenen Angriffen schützen könnten.
Es bleibt unklar, ob die Übergabe der Ausrüstung tatsächlich stattgefunden hat, aber die Einschätzung unterstreicht Washingtons Besorgnis, dass ein Konflikt mit dem Iran nicht nur regionale Rivalen, sondern auch wichtige Weltmächte anlocken könnte, die bereit wären, entscheidende Unterstützung ohne direkte militärische Intervention zu leisten.
Letzte Woche berichtete die Financial Times unter Berufung auf durchgesickerte iranische Militärdokumente, dass die Revolutionsgarde einen chinesischen Spionagesatelliten eingesetzt habe, um US-Stützpunkte im Nahen Osten anzugreifen.
Laut US-Beamten hat Teheran in der Vergangenheit, unter anderem während des aktuellen Konflikts mit Israel und den Vereinigten Staaten, von China bereitgestellte Satellitenbilder verwendet. /Panorama