Er gab seinen Job als Fensterputzer auf und reinigt jetzt Tatorte – Gazeta Express
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Spaß

Gazeta-Express

13/05/2026 21:20

Er gab seinen Job als Fensterputzer auf und reinigt jetzt Tatorte.

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13/05/2026 21:20

Ben Giles arbeitete früher als Fensterputzer und musste oft fast ununterbrochen arbeiten, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Die langen Arbeitszeiten belasteten sein Familienleben zunehmend, sodass seine Frau kurz davor stand, ihn zu verlassen.

Doch beinahe zufällig entdeckte Ben einen neuen Karriereweg, der sein Leben verändern sollte. Er wurde Reinigungskraft mit Spezialisierung auf biologische Gefahrenstoffe – ein Job, bei dem er in wenigen Stunden so viel verdienen konnte wie zuvor in einem Monat.

Doch dieser Job ist nicht für jeden geeignet. Ben erzählt, dass er nie weiß, was ihn auf einer Baustelle erwartet. In einem schockierenden Fall wurde er zur Reinigung eines Grundstücks gerufen und entdeckte dort die Leiche eines Mannes, die 15 Jahre lang unentdeckt geblieben war. Der Körper war bis aufs Skelett abgemagert, und laut Ben trug er noch einen intakten Ledergürtel und Lederschuhe an seinen knochigen Füßen.

Doch selbst das war nicht der schwierigste Anblick, dem er in seiner Laufbahn als Biohazard-Reiniger begegnet ist. In einem Auszug aus seinem demnächst erscheinenden Buch „Der Spezialist“ schildert Ben einen Vorfall, der ihn besonders berührt hat.

„Es war ein ganz normales Vorstadthaus. Ordentlich und sauber. Mäntel hingen an Kleiderbügeln. Schlüssel lagen in einer Schale neben der Tür. Aber die Küche bot einen grauenhaften Anblick“, erinnert er sich.

Später stellte sich heraus, dass der Mann, der in diesem Haus wohnte, die Kontrolle verloren und seine Frau brutal ermordet hatte.

„Es war unglaublich viel Blut. Es war überall: auf den Jalousien, in den Besteckschubladen, in den Schränken, auf dem Boden, an den Wänden, auf den Arbeitsflächen, an den Türklinken, sogar in der Waschmaschine. Es gab Handabdrücke, Fingerabdrücke und winzige Flecken von den heftigen Bewegungen eines blutbefleckten Gegenstands“, erzählt Ben.

Was sie am meisten schockierte, war der Kontrast zwischen der Normalität des Hauses und der extremen Gewalt, die sich darin ereignet hatte. Für sie erzählt jeder Ort, den sie reinigt, eine Geschichte, oft die Geschichte der letzten Augenblicke im Leben eines Menschen.

Ben kam durch einen ungewöhnlichen Auftrag, den er von einem Vermieter erhielt, zu diesem Beruf. Er wurde gerufen, um eine frisch gestrichene Wohnung zu reinigen, die einem Mieter gehörte, der laut Aussage des Vermieters „nicht sehr ordentlich“ gewesen war.

In Wirklichkeit war die Situation viel schlimmer. Die Badewanne war voller Urin und Fäkalien. Es war schmutzig, stank und war keine leichte Arbeit. Doch in wenigen Stunden verdiente Ben 2 Pfund.

Nach dieser ersten schwierigen Erfahrung beschloss er, eine professionelle Ausbildung zu absolvieren. Er schrieb sich in einen Kurs ein, in dem er die Grundlagen dieses ungewöhnlichen Berufs erlernte: die Realität der Verwesung von Leichen, den Lebenszyklus von Fliegen und Larven sowie die tödlichen Gefahren von Krankheiten, die von Nagetieren übertragen werden können, wie beispielsweise das Hantavirus.

Heute ist Ben Giles ein qualifizierter Biohazard-Reiniger – ein Beruf, der neben technischer Ausbildung auch große emotionale Belastbarkeit erfordert. Er sagt, seine Arbeit bestehe nicht nur darin, einen Ort physisch zu reinigen, sondern auch darin, sich mit den dunkelsten Folgen menschlichen Lebens auseinanderzusetzen. /GazetaExpress/

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