Pompeji: Vulkanopfer im Schmerz verewigt - Gazeta Express
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Geheimnisse

Gazeta-Express

12/03/2026 21:15

Pompeji: Die Opfer des Vulkanausbruchs wurden im Schmerz verewigt

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12/03/2026 21:15

Eine neue Ausstellung zeigt die letzten Momente der Bewohner Pompejis nach dem verheerenden Ausbruch des Vesuvs, deren Bilder für Jahrhunderte in Stein erstarrten.

Der Ausbruch im Jahr 79 n. Chr. gilt als eines der verheerendsten vulkanischen Ereignisse der Geschichte und forderte bis zu 16,000 Menschenleben.

Archäologen haben Gipsfiguren geschaffen, indem sie das Material in die von den Leichen hinterlassenen Hohlräume gossen, als die Feuerströme die römische Stadt zerstörten. Diese Figuren geben die letzten Posen der Bewohner detailgetreu wieder: Sie zeigen sie zusammengekauert, sich vor Schmerz und Entsetzen windend.

Eine Statue zeigt zwei eng beieinander stehende Personen, eine andere einen Mann, der verzweifelt die Fäuste ballt, während ein kleines Kind auf seinen Knien ruht. Neben dem Kind ist ein Jugendlicher in einen Umhang gehüllt zu sehen, daneben liegt eine Frau. Sie wurde 1976 in der Nähe eines Stadttors gefunden; bei ihr befanden sich Gold- und Silberringe, Münzen und eine Statue der Göttin Isis, die sie mitnehmen wollte.

Eine weitere Statue zeigt einen Mann, der mit angezogenen Knien und den Händen über dem Gesicht sitzt und seinen Mund mit seinem Umhang bedeckt.

Am ergreifendsten ist aber wohl die Gestalt eines dreijährigen Kindes in einer Tunika, das im Haus des goldenen Armbands gefunden wurde und dessen Lippen von der extremen Hitze angeschwollen sind.

Gabriel Zuchtriegel, Direktor von Pompeji, sagte bei der Eröffnung der Ausstellung:

„Wir wollen die Geschichte einer Tragödie erzählen, die eine Stadt zerstörte, die größte Naturkatastrophe der Antike, die uns aber auch einen archäologischen und historischen Schatz hinterließ.“

Die Archäologin Silvia Bertesago fügte hinzu:

„Zum ersten Mal schildern wir wissenschaftlich, was in diesen Stunden geschah.“

Vor der Ausstellung warnt ein Schild die Besucher: „Bitte verhalten Sie sich respektvoll und leise.“

Jede Statue enthält eine detaillierte Beschreibung des Fundorts, des Zeitpunkts und des Zustands der Leiche. Die meisten Opfer erstickten unter dichten Wolken aus Vulkanasche und feurigen Gasen.

Die Stadt blieb fast 1,700 Jahre lang verborgen, bis sie Mitte des 18. Jahrhunderts von spanischen Militäringenieuren wiederentdeckt wurde.

Heute sind die Ruinen von Pompeji eine beliebte Touristenattraktion und ziehen jährlich vier Millionen Besucher an. /GazetaExpress/

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