Der ukrainische Polizeichef tritt zurück, nachdem Beamte angeblich vor einem tödlichen Schusswechsel geflohen waren – Gazeta Express
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Gazeta-Express

19/04/2026 21:07

Der ukrainische Polizeichef tritt zurück, nachdem Beamte sich angeblich aus einem tödlichen Feuergefecht zurückgezogen hatten.

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19/04/2026 21:07

Der Chef der ukrainischen Patrouillenpolizei, Jewhen Schukow, ist zurückgetreten, nachdem zwei seiner Beamten in die Kritik geraten waren, weil sie angeblich vor einem tödlichen Massenmord in der Hauptstadt Kiew geflohen waren, wie die BBC berichtet.

Sechs Menschen starben und 14 weitere wurden am Samstag verletzt, nachdem ein Mann im südlichen Kiewer Stadtteil Holosiivskyj das Feuer auf Passanten eröffnet und anschließend in einem nahegelegenen Supermarkt weitere Geiseln genommen hatte. Er wurde später in einem Schusswechsel mit der Polizei getötet.

Seitdem wurden online Aufnahmen geteilt, die offenbar zeigen, wie Beamte die Zivilisten verlassen und vom Tatort fliehen.

Der ukrainische Innenminister Igor Klymenko erklärte, die betreffenden Beamten seien suspendiert worden und es werde ermittelt.

„‚Dienen und schützen‘ ist nicht nur ein Slogan. Er muss durch angemessenes professionelles Handeln untermauert werden. Besonders in kritischen Momenten, wenn Menschenleben davon abhängen“, schrieb er auf Telegram.

Klymenko warnte jedoch: „Es ist nicht ganz richtig, aufgrund der Handlungen von nur zwei Mitarbeitern Verallgemeinerungen über die gesamte Polizei zu treffen.“

Schukow erklärte am Sonntag auf einer Pressekonferenz, die Offiziere hätten „die Situation nicht richtig eingeschätzt und Zivilisten in Gefahr gebracht“. Er fügte hinzu, ihr Verhalten sei „unprofessionell und unwürdig“.

„Als Kampfoffizier habe ich beschlossen, von meiner derzeitigen Position zurückzutreten“, sagte Schukow.

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