Genau drei Jahrzehnte nach ihrem letzten großen Titelgewinn beendete Aston Villa eine 44-jährige Durststrecke nach europäischem Ruhm und besiegte den SC Freiburg im Finale der UEFA Europa League im Besiktas Park überzeugend mit 3:0.
Mit dieser Niederlage wartet die deutsche Mannschaft weiterhin auf den ersten großen Titel ihrer Geschichte.
Ganz in Weiß gekleidet, zu Ehren der Helden des Europapokalsiegs von 1982, legte Villa einen starken Start hin und gab bereits nach zwei Minuten den ersten Torschuss ab. Morgan Rogers versuchte es mit einem wuchtigen Schuss, den Noah Atubolun zu einer entscheidenden Parade im ersten Europapokalfinale der Freiburger Geschichte abwehrte.
Wenig später hatte Nicolas Höfler die erste ernsthafte Chance für die deutsche Mannschaft, doch sein Schuss mit dem linken Fuß ging am Tor von Emiliano Martínez vorbei.
Kurz vor der Halbzeitpause demonstrierte Aston Villa seine Stärke mit zwei Toren innerhalb von sieben Minuten. Zunächst traf das englische Team nach einer gut herausgespielten Ecke. Rogers erhielt den Ball nach einer kurzen Ecke, während die Villa-Spieler im Strafraum die Verteidiger blockierten und so Raum für Youri Tielemans schufen. Der belgische Mittelfeldspieler nutzte die Hereingabe perfekt und traf mit einem flachen, präzisen Volleyschuss an Atubuolu vorbei.
Tielemans' wunderschönes Tor wurde nur Augenblicke später von Emiliano Buendías spektakulärem Treffer in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit überschattet. Der Argentinier drehte sich blitzschnell zum Strafraumrand und hämmerte den Ball präzise ins lange Eck, was bei den Aston-Villa-Fans auf der anderen Seite des Stadions Jubelstürme auslöste.
Sollten Freiburgs Europapokalträume nicht schon vor der Pause geplatzt sein, so wurden sie kurz vor der 60. Minute endgültig zunichte gemacht. Rogers erzielte Villas drittes Tor, indem er sich von seinem Gegenspieler löste und den Ball nach einer flachen Hereingabe von Buendía ins Netz abfälschte.
Rogers' drittes Tor in der Europa League zwang Trainer Julian Schuster zu zwei Auswechslungen, doch es war zu spät, um das Ergebnis noch zu ändern. Aston Villa drohte durch Buendía und anschließend John McGinnis mit dem vierten Treffer, während Freiburg den 0:3-Rückstand nur noch festhalten konnte.
Für die Fans von Aston Villa spielte das kaum eine Rolle. Sie feierten einen bedeutenden europäischen Titel in einer Saison, in der ihr Team auch in der Premier League unter die ersten Fünf kam. Für Unai Emery war es der fünfte Triumph in der Europa League, der seinen Status als Meister dieses Wettbewerbs weiter festigte. /GazetaExpress/